Der Besuch auf der „#digital/mobility“ Konferenz in Berlin zum Thema Mobilität der Zukunft


Veröffentlicht am 21. Oktober 2016


Kanzlei CMS Hasche Sigle lud in Zusammenarbeit mit Jens Stoewhase von intellicar.de zu einem Meeting zum Thema vernetzte, autonome und elektrische Mobilität der Zukunft ein.

Der schöne Blick auf das Kanzleramt und den Reichstag bietet nicht nur eine fantastische Aussicht, sondern macht überdeutlich, wie wichtig politische Rahmenbedingungen für die neuen Trends in der Mobilität sind.

Machen wir uns einmal bewusst, dass mit der E-Mobilität nicht nur der Antrieb im Auto ausgewechselt wird, sondern der komplette Energieträger samt Erzeugung, Speicherung und Supply. Ein ähnlich massiver Eingriff auf unsere Energieversorgungssysteme ist in jüngerer Wahrscheinlichkeit nur die Entscheidung zur Beendigung der Atomenergie.

CMS Anwalt Dr. Gerd Leutner hat vorweg die Plattform für die Veranstaltung geschaffen, indem er im Schnelldurchlauf einen Überblick über die Gesetzeslage hinsichtlich des elektrischen und autonomen Fahrens schuf.

Wichtige Information daraus waren, dass es dabei nicht nur um die verkehrsrechtlichen Belange wie zum Beispiel die Wiener Konvention geht, welche die Fahrzeugkontrolle eines Fahrers im engeren Sinne fordert und derzeit in vielen Ländern so ausgeweitet wird, sodass zumindest Teilautonomie möglich wird.

Vielmehr sind es auch die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen, die einen wesentlichen Einfluss auf Erfolg oder Nichterfolg haben, so z.B. die Regelung der Arbeitnehmerbesteuerung für das Laden am Arbeitsplatz. Was beim Handyladen als Peanuts daherkommt, wächst beim Starkstromladen von E- Autos plötzlich zu einer steuerlich relevanten Dimension heran.

Einen großen Teil der Veranstaltung nahm die angeregte Diskussion mit Vertretern von Mobilitäts-Start-Ups ein, insbesondere durchmischt mit der Sicht eines Automobilkonzerns am Beispiel Daimler.

Nicht nur wuselige Start-Up Nervosität war da zu spüren, sondern vielleicht auch Anzeichen eines ersten Hypes bezüglich der Gründung und M&A von Start-Ups im Bereich der Mobiltätsdienstleistungen. Deutlich wahrzunehmen war auch der Willen der OEM und Tier 1 sich nicht von den OIM* oder von Start-Ups die Wurst vom Brot nehmen zu lassen, wenn es darum geht die Mobilitätsleistungskette neu zu verteilen.

Deutliches Zeichen dafür ist auch, dass Bosch zum erfolgreich gestarteten eMio einen weiteren Rollerverleih in Berlin an den Start bringt. Dessen Geschäftsführer spricht davon, dass es sich bereits von Anfang an gut für seine Firma entwickelt, da andere bereits den Weg geebnet haben.

Aus unserer Sicht eine rundum gelungene Veranstaltung von CMS und intellicar.de

 

*Sammelbegriff des Autors für die großen Datenerfassungs- und Verdichtungskonzerne vom Schlage Google


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